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Preise im Ideenwettbewerb 2016 vergeben

Von der Universität zum eigenen Unternehmen

Ausgezeichnete Projektideen zwischen fairer Mode und Antennentechnik

Nachhaltig produzierte T-Shirts, leistungsstarke Antennen und Rückenschmerzprävention – das sind die Gewinnerkonzepte des diesjährigen Ideenwettbewerbs.

Die drei besten Unternehmensideen aus Bochumer Hochschulen hat der GründerCampus Ruhr in einem Wettbewerb mit Geldpreisen belohnt. Die Projekte haben sich unter neun eingereichten Bewerbungen durchgesetzt und konnten die Jurymitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft überzeugen.

Faire Mode auf Platz eins

Den ersten Platz macht die Idee von Student Lukas Böhm (Sozial- und Medienwissenschaften) und Physiker Crispin Müller. Sie möchten fair produzierte T-Shirts mit aufwendigen Aquarellmotiven vertreiben. Die T-Shirts aus alternativen Materialien, wie zum Beispiel Holzfasern, kaufen sie dafür extern ein und lassen diese mit eigenen Motiven bedrucken. „Wir möchten langsam wachsen und dabei fair bleiben“, so Müller. Der Gewinn in Höhe von 1.000 Euro ist ein gutes Startkapital dafür. Das Siegerteam zeigt mit seiner Idee, dass nachhaltige Mode nicht nur umweltbewusst und sozial ist, sondern auch modern aussieht.

Über 750 Euro freut sich Denis Lehr auf dem zweiten Platz. Er möchte dafür sorgen, dass Menschen ihre eigene Körperhaltung im Alltag korrigieren können, um vor allem Rückenbeschwerden zu verhindern. Lehr, der Sportwissenschaft an der RUB studiert, möchte deshalb ein Funktionsshirt entwickeln, dass über Sensoren die Körperhaltung an das Smartphone des Trägers weitergibt – so bemerkt er, wenn sein Rücken bei der Schreibtischarbeit zu sehr gekrümmt ist, und kann sich in eine gesündere Position zurückbewegen.

Den dritten Platz belegt Physikdoktorand Sergej Markmann. Er hat die Idee für eine neue Variante der Terahertz-Antenne, die besonders leistungsstark und preiswert ist. Diese ermöglicht es in Zukunft unter anderem, dass Zahnprothesen genauer als zuvor mit der Terahertz-Strahlung untersucht werden können. Terahertz-Strahlungen haben den Vorteil, dass sie Materialien durchleuchten können, ohne sie zu zerstören.

Die Preise haben der Vorsitzende des rubitec-Beirats Prof. Dr. Ulf Eysel, rubitec-Geschäftsführer Dr. Karl Grosse und Christine Bittermann von der Sparkasse Bochum überreicht.

Gute Ideen unterstützen

Seit 2008 prämiert der GründerCampus Ruhr die besten Unternehmensideen aus dem universitären Umfeld. Der GründerCampus Ruhr ist ein gemeinsames Projekt der RUB, Hochschule Bochum, der rubitec GmbH und der Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet.

Die Initiative unterstützt Studierende, Absolventen und Wissenschaftler Unternehmensideen auszuarbeiten und umzusetzen. Aktuell läuft die Bewerbungsphase für den Businessplanwettbewerb „ruhr@venture 2016“, bei dem die Teilnehmer für ihre Unternehmensideen einen Geschäftsplan erarbeiten. Bewerbungsschluss ist der 31. August.

 

Weitere Informationen: www.gruendercampus-ruhr.de